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Einführung

von Andreas Rytz CFTe

Was ist Forex?

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Forex steht für FOReign EXchange und bedeutet Devisenhandel oder auch Devisenbörse. ‚Foreign Exchange Currency' heisst dementsprechend Fremdwährung oder Devisen. Gehandelt wird am Forex-Markt also direkt mit Geld und nicht mit Wertpapieren oder Aktien wie an der Börse. Gekauft und verkauft wird die Währung eines Landes gegen die Währung eines anderen: Euro gegen US Dollar, Australische Dollar gegen Japanische Yen, US Dollar gegen Schweizer Franken, usw.
Während man an der Börse mit Aktien eine Beteiligung an einer Firma erwirbt, kann man sich Forex so verstellen, dass man ein Stück der Wirtschaft eines Landes kauft. Ist die Wirtschaft im Aufschwung und floriert, steigt meist auch der Preis der Währung des Landes. Sind die wirtschaftlichen Aussichten aber nicht so rosig, dann sinkt oft auch der Wert der entsprechenden Währung.

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Das Ziel im Forex ist, von Kurschwankungen zwischen verschiedenen Währungen zu profitieren. Eine Währung wird erworben in der Hoffnung, sie zu einem späteren Zeitpunkt mit Gewinn zu verkaufen. Das Kaufen und Verkaufen von Devisen nennt man im Forex eine Position eröffnen (Kaufen) und eine Position schliessen (Verkaufen).

Einen effektiven Markt als physisches Gebäude oder zentralen Handelsplatz wie zum Beispiel die Frankfurter Börse gibt es im Devisenhandel nicht. Stattdessen fungiert der Markt rein elektronisch zwischen einem globalen Netzwerk von Banken welches 24 Stunden am Tag in Betrieb ist. Man nennt diese Art von Handeln ‚Interbank-’ oder ‚Over-the-Counter-’ (über den Schalter) Markt. Ursprünglich wurde dieser Interbank-Markt nur zum Handeln zwischen Finanzinstituten kreiert, aber dank dem Internet ist es heute auch privaten Anlegern möglich, sich via Retailbroker am Forex-Markt zu beteiligen. Forex ist bei weitem der grösste Finanzmarkt der Welt und übertrifft die Aktienmärkte um ein vielfaches an täglichem Handelsvolumen.

Was ist Forex?

Forex hat in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen. Im Internet wimmelt es nur so von Forex-Brokern, Kursen und informativen Webseiten. Allerdings sind fast alle auf Englisch. Deutsche Webseiten gibt es nur wenige, und vor allem kaum solche, die sich tiefer mit der Materie befassen und wirklich ins Detail gehen. Die vorliegende Webseite ist dazu da, deutschsprachigen Novizen und weiteren Interessierten ein solides Fundament in die spannende, profitable, und auch risikoreiche Welt des Devisenhandels zu geben. Es ist mein Ziel, so viel wie möglich an wissenswerten und leerreichen Informationen anzusammeln und in leicht verständlicher und unterhaltsamer Form zu präsentieren. Zwar bieten einige Brokerfirmen auch Handelsplattformen auf Deutsch an, aber bei weitem nicht alle, und die fachspezifische Sprache ist selbst bei deutschen Brokern oft auf Englisch. Auch hier soll diese Webseite Abhilfe schaffen, indem sie deutschsprachige Personen mit den englischen Fachwörtern vertraut macht. Nach diesem Kurs sollten auch Personen mit beschränkten Englischkenntnissen an einer englischen Handelsplattform handeln können.

Wieso Forex?

Es gibt eine Vielzahl von Investitionsmöglichkeiten an den verschiedensten Finanzmärkten: Aktien, Bonds, Rohstoffe, ETFs, Futures, Options... Wieso ausgerechnet Forex? Neben dem Traum, von zu Hause aus arbeiten und unabhängig Geld verdienen zu können, hat Forex auch ein paar klare Vorteile gegenüber anderen Finanzmärkten. Schauen Sie sich in der Nebenspalte rechts die "10 Gründe warum Forex der beste Markt der Welt ist" an.

Was brauche ich, um Forex zu handeln?

Einen Tisch, einen Stuhl, einen Computer und eine schnelle Internetverbindung. Und los geht’s!
Moment, nicht so schnell! Forex ist ein riesiger Ozean mit gefährlichen Strömungen und Stürmen, und voller Haie, die nur darauf warten, kleine Fische zu verschlingen. Wer einfach ins Wasser springt, ohne zu wissen, was er eigentlich tut, kann sein Geld grad so gut im Casino verspielen. Dies soll Sie aber nicht abschrecken, denn man kann im Forex wirklich Geld verdienen, und es gibt tatsächlich Händler, die sehr gut von Forex leben. Aber um erfolgreich zu sein, braucht es: A. Wissen, B. Disziplin und C. Money Management. Was diese Punkte genau bedeuten wird in der Forex-Schule dieser Webseite detailliert erklärt.

Wie handle ich Forex?

Gehandelt wird über Internet-Broker, welche verschiedene Handelsplattformen anbieten. Zum Teil sind diese Plattformen in Internetseiten integriert und man kann ganz einfach über eine Webseite handeln. Bei gewissen Brokern muss man zuerst noch eine Software herunterladen und auf den Computer installieren – der Handel wird dann über das installierte Programm abgewickelt. Als erstes legt man also bei einem Broker ein Konto an, was gratis ist. Via Bankverbindung überweist man danach Geld an die Bank des Brokers, dieser weist es dann ihrem persönlichen Handelskonto zu. Je nach Broker und Bank kann dieser Prozess einige Tage bis über einer Woche dauern, bis man das Geld im Handelskonto hat. Die Geldüberweisung kostet bei den meisten Brokern nichts, jedoch fallen bei den Banken normalerweise Transaktionskosten an.

Wie hoch sind die Kommissionen und Kosten?

Im Forex gibt es normalerweise keine Kommissionen. Zwar berechnen einige Broker eine Kommission für jeden abgewickelten Auftrag, gleich wie bei Börsenaufträgen, aber das sind seltene Ausnahmen. Das Handeln kostet an und für sich nichts. Wie verdienen die Broker denn ihr Geld? Gratis bieten sie diesen Service ja sicher nicht? Ja die Broker verdienen trotzdem an jeder Transaktion und zwar durch den sogenannten ‚Spread’. Der Spread ist der Aufpreis oder Zuschlag, den ein Broker zum aktuellen Kurs dazurechnet. Jeder, der schon einmal im Urlaub eine andere Währung eingetauscht hat, traf den Spread an. Wenn ein Europäer nach Amerika fliegt und dazu Dollar eintauscht, trifft er bei der Bank zwei Preise für Dollar an. Den Verkaufspreis, zu welchem die Bank Dollar verkauft, und den Ankaufspreis zu welchem nach dem Urlaub die übrigen Dollar wieder an die Bank zurückverkauft werden können. Der Verkaufspreis ist höher als der Ankaufspreis - der Unterschied zwischen den beiden ist der Spread und der Profit der Bank. Im Forex ist es genau gleich. Siehe dazu den Abschnitt „Bid/Ask Spread“.

10 Gründe warum Forex der beste Markt der Welt ist.

1) Forex ist einfacher
An den Börsen werden Aktien von tausenden von Firmen gehandelt. Der Aufwand und das nötige Verständnis, um aus Tausenden von Wertpapieren auszuwählen, ist enorm. Im Forex hingegen gibt es gerade Mal 8 Hauptwährungen, 4 davon machen über Dreiviertel des Handelsvolumens aus.

2) 24-Stunden-Handel
Die meisten Finanzmärkte bestehen aus physischen Orten, wie zum Beispiel die American Stock Exchange an der Wall Street in New York. Devisen hingegen werden nicht an einem zentralen Ort, sondern nur elektronisch gehandelt, und zwar durch ein globales Netzwerk von Banken – Interbank FX genannt. Da es in diesem globalen Netzwerk keine wirklichen Öffnungs-, und Schlusszeiten gibt, ist der Markt rund um die Uhr offen: 24 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche. Schlafen kann man dann am Wochenende :)

3) Hohe Liquidität
Ein liquider Markt macht das Handeln einfach, da Käufer und Verkäufer reichlich vorhanden sind - nirgendwo sonst sind so viele vorhanden wie im Forex.

4) Hohe Volatilität
Da der Markt eine riesige Anzahl von Mitspielern aus der ganzen Welt hat, ist er auch ständig in Bewegung. Dadurch ergeben sich laufend Möglichkeiten, von Kursschwankungen zu profitieren.

5) Keine Kommissionen
An den meisten Finanzmärkten bezahlt man eine Kommission für jeden ausgeführten Auftrag. Im Forex fallen keine Kommissionen und auch sonst keine Gebühren an. Brokers verdienen ihr Geld durch den Spread (Aufpreis auf Kurse).

6) Keine Mindestinvestition
Neueinsteiger können mit wenig Geld anfangen, zum Teil schon mit $100. Auch bieten die meisten Broker gratis Demo-Konten an, in denen man Forex erst einmal ausprobieren kann.

7) Leverage (Fremdfinanzierung oder Hebel)
Dank Fremdfinanzierung durch den Broker ist es möglich, mit einer kleinen Summe eine viel grössere zu kontrollieren. Zum Beispiel eine Leverage von 100 zu 1 erlaubt es dem Händler, mit dem hundertfachen seiner Einlage zu handeln. Wenn Sie $1‘000 in Ihrem Konto haben, können Sie effektiv mit dem Hundertfachen, also $100‘000 handeln. Dadurch wird das Gewinnpotenzial enorm gesteigert. Die $1‘000 fungieren als Sicherheitsdeckung und sind schlussendlich das Einzige was riskiert wird.

8) Flexible Lot-Grössen
Im Forex werden Einheiten, mit denen man handelt, Lot genannt. Ein Standard-Lot sind 100‘000 Einheiten einer Währung. Viele Broker bieten aber auch kleinere Einheiten an: Mini Lots 10‘000 und Micro Lots 1‘000. Manche Broker offerieren sogar noch viel kleinere Einheiten, was ideal ist, um den Markt kennen zu lernen und um Strategien zu testen.

9) Long und Short
Im Forex gibt es zwei Handelsrichtungen: Der Preis eines Währungspaares kann steigen oder fallen. Geld verdienen kann man an beiden Preisrichtungen genau gleich. Wenn man annimmt, der Wert der Währung eines Landes wird steigen, so kauft man die Währung und verkauft sie mit Gewinn, wenn der Preis gestiegen ist. Diese Vorgangsweise nennt man Long oder Haussespekulation. Wenn man aber annimmt, der Preis einer Währung wird fallen, so kann man die Währung zuerst verkaufen, und kauft sie dann zu einem späteren Zeitpunkt billiger zurück; diese Art von Handel wird Short oder Baissesspekulation genannt.

10) Keine Marktmanipulation
Da praktisch die ganze Welt am Forex-Markt angeschlossen ist, ist der Markt ganz einfach zu gross, als dass individuelle Spekulanten oder Organisationen den Preis lange oder im grossen Stil beeinflussen können.


Nun, da Sie wissen, was Forex ist, schauen wir uns als Nächstes die eigentlichen Währungen an. Weiter »